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Image by Angel F.

Musiker und das Copyright,
wenn die Stones doch endlich einen Song von mir klauen würden.

Du hast die ultimativen Songs geschrieben und in digitale Form gepresst, es sind deine Babys, vielleicht die besten Songs der Welt. Jetzt schnell in die Plattenläden damit und alle wissen, du hast neue Songs und sie sind von dir. Das wäre was. Womöglich ist es bei dir anders, weil du nicht unter Vertrag bist und kein Laden auf die Idee kommt, deine CD ins Regal zu stellen. Du singst die Neuen hier und da live, bestückst Veranstalter, Label und Verlage mit Demo-CD's, stellst hier und da eine mp3 ins Web. Und überall lauern sie: die, denen selber nichts einfällt, die, die ständig den einen Hit suchen aber nichts dafür investieren wollen, die Virtuosen im leichten Abändern von gestohlenen Ideen. Dagegen gilt es, gewappnet zu sein, aber bleib locker.

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Was kann eigentlich passieren?
Wie den Nachweis sichern?
Creative Commons license

            
U2_bullfight.jpg
Scott Raymond


This file is licensed under Creative Commons Attribution 2.0 License

 


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Wie ein Fels in der Brandung steht der Grundsatz: Das Urheberrecht an deinen Werken hast du, egal ob ein Copyright angemeldet wird oder nicht. Selbst, wenn du Vermarktungsrechte an Dritte abgibst, bleibst du der Urheber. Der Knackpunkt: Nachweisen, dass der Song von dir ist.

Aber was kann eigentlich passieren?
-eine unbekannte Gruppe spielt deine Songs und hat damit genauso wenig Erfolg wie du.
-eine bekannte Gruppe kommt in die Charts mit deinem Song. Vielleicht nicht der schlechteste Weg für dich, bekannt zu werden. Mach dir nicht zu viele Hoffnungen!
-eine unbekannte Gruppe wird erfolgreich mit deinem Song. Denk auch hier daran, dich kennt noch keiner. Wenn andere die Arbeit übernehmen, deine Werke bekannt zu machen, ist das auch immer eine Chance. Sich um ein Copyright zu streiten ist kleine Arbeit gegen den Aufwand, in einer Welt der medialen Übersättigung größere Menschenmengen überhaupt erstmal zum Hinhören zu bewegen. 

Also, lass es fließen, sperr deine Songs nicht vor lauter Copyright-Sorgen ein, sonst bleibst du der einzige, der sie kennt. Das Gleiche gilt für euch als Band. Nicht einverstanden? Das ist verständlich. Aber bedenke, die Sturmflut neuer Musik steigt und steigt. 241395 Bands und monatlich 8000 neue Bands, 1.655.246 songs,  auf „Soundclick.com“ (Stand 4/06), nur einer Musikseite! Wo bist du da? Wie erfahre ich von dir ?

Sei dir auch im Klaren: Diebstahl auf diesem Terrain geht sehr subtil vor sich: nicht ein kompletter Song wird geklaut, nein, einzelne Phrasen und Ausschnitte, und die Abgrenzung zwischen Inspiration und Diebstahl ist schwer. George Harrison hat das Intro von „Ticket to ride“ von den Byrds abgekupfert, wie er sagt, ohne es zu merken. Goethe und Schiller haben sich maßlos bei Shakespeare bedient und der bei den alten Griechen. Und wie machst du es eigentlich. Die völlig neue Melodie aus dem Nichts? Es gibt wohltemperiert genau 11 Töne, mehr werden es nicht. Bedenkt man, dass daraus schon 10-Millionen Songs gemacht wurden, ist die eine oder andere Überschneidung schon verständlich. Und manchmal stört sie auch keinen. Dass „Bittersweet symphony“ von „Last time“ der Rolling Stones gestohlen wurde, muss man erstmal hören. Dass „What’s up“ der „4 Nonblondes“ in der Strophe Ton für Ton die Melodie von „Dont’t worry be happy“ hat, stört keinen.

Copyright nachweisen, die Möglichkeiten:

Notar, die sicherste Variante. Priormart.com bietet für 4.99€/Mon an, dass du wöchentlich deinen Arbeitsfortschritt hinterlegen und damit gerichtssicher nachweisen kannst. Damit kannst du auch Plagiatsvorwürfen entgegentreten, falls jemand ziemlich zur gleichen Zeit wie du ein sehr ähnliches Werk veröffentlicht.
Copyright-Services
. Z.B. die ISA (International Songwriters Association) stellt für Mitglieder einen kostenlosen Copyrightservice für beliebig viele Songs zur Verfügung.
Einschreiben
an sich selbst, besser als garnichts, aber sicher irgendwie manipulierbar.
Zeugen
, die sich z.B. zu einem bestimmten Zeitpunkt deine Songs runtergeladen haben, ihn gehört haben, eine CD von dir bekommen haben.

Von der sicheren Möglichkeit des Notars abgesehen, ist es sinnvoll, wenigstens 2 Wege der Sicherung zu beschreiten.
Eine GEMA-Anmeldung übrigens ist keine Copyright-Anmeldung, der Zeitpunkt kann aber im Konfliktfall schon bedeutsam sein.

Umdenken: Creative Commons license

Nicht “all rights reserved”, sondern “some rights reserved”. Der Ruf ist eindeutig: “Geht lockerer mit euren Rechten um, sonst verdirbt uns das ganze Kontrollieren und Schützen jeden Spaß an der Sache“. Sampling und remixing, längst etablierte Techniken vor allem junger Künstler zur Schaffung neuer Kulturgüter, werden flächendeckend kriminalisiert durch die sture Anwendung alter copyright-Formeln. Seit 2004 gibt es auch in Deutschland für dich die Möglichkeit, eine Creative Commons Lizenz zu vergeben.
ACHTUNG: vorläufig geht das nur für GEMAfreie Musik!, weil du mit der GEMA-Anmeldung Rechte abtrittst, die du für die Vergabe einer Commons-Lizenz brauchst. Aber: Es bleibt einem Urheber  vorbehalten, seine Rechte selber wahrzunehmen oder sich bei der GEMA anzumelden. Als Mitglied bist du dann vertraglich verpflichtet, sämtliche  Werke bei der GEMA anzumelden, die du verwerten möchtest.

Und so sieht Commons-licence z.B. aus:
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Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland

Sie dürfen:

  • den Inhalt vervielfältigen, verbreiten und öffentlich aufführen
  • Bearbeitungen anfertigen

Zu den folgenden Bedingungen:
Namensnennung
. Sie müssen den Namen des Autors/Rechtsinhabers nennen.
Keine kommerzielle Nutzung
. Dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
Weitergabe unter gleichen Bedingungen
. Wenn Sie diesen Inhalt bearbeiten oder in anderer Weise umgestalten, verändern oder als Grundlage für einen anderen Inhalt verwenden, dann dürfen Sie den neu entstandenen Inhalt nur unter Verwendung identischer Lizenzbedingungen weitergeben.

·       Im Falle einer Verbreitung müssen Sie anderen die Lizenzbedingungen, unter die dieser Inhalt fällt, mitteilen.

  • Jede dieser Bedingungen kann nach schriftlicher Einwilligung des Rechtsinhabers aufgehoben werden.

Die gesetzlichen Schranken des Urheberrechts bleiben hiervon unberührt.

Das Commons Deed ist eine Zusammenfassung des Lizenzvertrags in allgemeinverständlicher Sprache. Haftungsausschluss

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Dabei kannst du entscheiden, ob z.B. tatsächlich auch eine Veränderung deiner Werke oder nur die Verbreitung zulässig ist, ob sie kommerziell genutzt werden dürfen oder nicht. Obige Zusammenfassung, ein anwaltsicherer Lizensvertrag und ein maschinenlesbarer Teil bilden zusammen die Lizens. Letzterer macht die Suche im Web nach Werken mit solchen Lizensen möglich, so kann man sich gegenseitig promoten.
Auf Musikerportalen wie soundclick.com kannst du neben dem Veröffentlichen deiner Songs auch die Commons-Lizens im von dir gewünschten Umfang zu jedem Song vergeben.

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