Musiker Lebensalter

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Picasso
Der alte Gitarrenspieler

“OLD MUSICIANS never die, they just decompose”
heißt ein Geistesbonbon im  Brain Candy Word Play ( compose = komponieren, decompose = verrotten). Jenseits der 30 produzieren Musiker nur noch crap (Mist, Scheiß, Unsinn, Schrott), meint N. Gallagher von Oasis. Falsch. Wenn auch in der Popmusik die unsäglichen Wirrnisse der Adoleszens vorrangig Themen und Energie für große Songs zu liefern scheinen, spätestens bei Blues, Jazz oder gar  Klassik gilt: erst der gereifte Mensch ist als Musiker für bestimmte große Musikerlebnisse qualifiziert. Popmusiker, einst berühmt, mittlerweile gezeichnet vom träge machenden Wohlstand und um Come-back bemüht, sind nicht der Maßstab. Was ist mit denen, die sich jenseits der 30 überhaupt erst dem Musikmachen zuwenden?

 


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Eigentlich wollten wir ein Paradepferd für das Thema "Alte Musiker", die Rolling Stones, hier außen vorlassen. Aber just im April 2006 fällt Keath Richards von einer Palme. Also so alt kann der 62ig-jährige nicht sein, wenn er auf eine Palme klettert. Vor ein paar Jahren ist er schon einmal von einer Bibliotheksleiter gefallen, also dumm kann er auch nicht sein. Halten wir fest: 60ig-jährige Musiker sind körperlich und geistig fit. Sind sie auch noch kreativ?  Nun ja, reicht es nicht, eine riesige Menschengruppe, die Fangemeinde, mit immer ähnlichem Stoff zu beliefern, der gefällt? Die Stadien der Stones sind schließlich voll. Aus künstlerisch-intellektueller Sicht natürlich nicht. Das ist dann nur noch Handwerk. Aber von gutem Handwerk zu leben ist auch keine Schande. Aber die Frage bleibt: Können sie’s wirklich nicht mehr, die old musicians, was Neues kreieren, oder etwas, was besser ist, als ihre Songs aus der Jugendzeit?  Es ist problematisch, dass immer Musiker betrachtet werden, die in jungen Jahren schon Erfolg hatten und gepeinigt sind von kreativitätstötenden Komponenten wie andauerndem Ruhm, lähmenden Wohlstand, Entfernung vom normalen Leben, das die Themen liefert. Nichts Frisches kommt rein, nichts Frisches kommt raus. Über einen längeren Zeitraum mit fast jeder neuen Platte einen neuen Pop-Horizont aufreißen, das haben in der Tat nur die Beatles geschafft und ist kaum wiederholbar.
Aber was ist eigentlich mit Leuten, die jenseits der 30 überhaupt erst musikalisch aktiv werden, unbeleckt von frühen Erfolgen und unbelastet mit musikalischer Vergangenheit? Wir leben schließlich in Zeiten radikaler und häufiger Änderungen im Arbeitsleben. Jedes A&R-Raster lässt sie gnadenlos ohne Prüfung durchfallen. Und der allgegenwärtige Jugendwahn schüchtert ein. Aber es ist auch die Zeit der radikal neuen Möglichkeiten des World Wide Web. Die kann jeder wahrnehmen, siehe unsere Seiten Musiker  verkaufen und Musiker und Web. Und welcher Musiker fasziniert mehr als der 85ig-jährige Blueser, der seine Mundharmonika an das vom Leben zerfurchte Gesicht führt.
OLD MUSICIANS never die, they just go from bar to bar (beachte: bar ist im englischen sowohl der musikalische Takt als auch die Bar). Das gilt ja wohl für junge genau so.

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